Sonntag, 22. Mai 2011

Im Einklang mit dem Wettergott

Jubiläumsausfahrt des RV Union 1886 Nürnberg

Sechzehn radsportbegeisterte Frauen und Männer schwangen sich am Sonntag, 22. Mai 2011, auf die Sättel ihrer Rennräder, um 125 Kilometer zum 125-jährigen Jubiläum des RV Union abzuspulen. Auch das Wetter schien sich zu Ehren des ältesten fränkischen Radsportvereins besonders ins Zeug zu legen und bot ein nahezu komplettes Potpourri aus seinem Frühlingsrepertoire.

Als sich das kleine, aber erlesene Fahrerfeld – mit von der Partie waren unter anderem der ehemalige deutsche Meister in der Schülerklasse, Gordon Leimeister, der ehemalige Klasse-Steher Aurel Siegel und die ehemalige Dritte der Deutschen Bergmeisterschaften, Verena Glowna – um kurz nach 10 Uhr von der Radrennbahn Reichelsdorfer Keller aus in Bewegung setzte, herrschte bestes Maiwetter mit eitel Sonnenschein. In lockerem Tempo ging es über Schwabach Richtung Spalter Hopfenland. Bei Kilometer 57 kurz hinter Haag, am höchsten Punkt der Tour, versammelte sich die Gruppe erstmals um das von Alfred Geißdörfer gesteuerte Begleitfahrzeug. Schließlich hatten die absolvierten Anstiege für geleerte Trinkflaschen und Kohlehydratspeicher gesorgt, die nun wieder aufgefüllt werden konnten.

Ab jetzt ging es zwar mehr bergab als bergauf, doch leider hielt sich das Wetter an die Vorhersage der Meteorologen. Dunkle Wolken brauten sich am Himmel zusammen und mancher, der nicht vorsorglich eine Regenjacke in die Trikottasche gestopft hatte, wurde etwas nervös. Immerhin war noch nicht einmal die Hälfte der Strecke absolviert. Doch der Wettergott hatte anscheinend nicht vor, dem RV Union die Jubiläumsausfahrt zu versauen. Mehr als ein paar vereinzelte Tropfen kamen nicht herunter auf die Gruppe. Wo immer sie fuhr, hatte es entweder schon geregnet oder es ging erst richtig los, als sie durch war.

Die letzten zehn Kilometer hetzten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, meist angeführt vom Organisator der Ausfahrt, Felix Wolf, unter schwarzem Himmel, vereinzelten Blitzen und Donnergrollen zurück Richtung Radrennbahn. Der Wind blies in heftigen Böen. Wenn der Wettergott DJ wäre, hätte er wahrscheinlich noch „Riders on the Storm“ aufgelegt.

Zum Ausklang der gelungenen Veranstaltung saßen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Ausfahrt in der Gaststätte Radrennbahn bei Brötchen und Steak zusammen. Danach war der Sturm vorüber.

 

Im Einklang mit dem Wettergott